NEU: Die Kreativitätstechnik, die Ideen und Stimmung verbessert.

VonStephan

NEU: Die Kreativitätstechnik, die Ideen und Stimmung verbessert.

Mit der Problemsynektik den Tellerrand weit hinter sich lassen

Kreativitätstechniken helfen dem Denken auf die Sprünge. Und können so dazu beitragen, dass man auf ganz neue Ideen kommt. Zur Verfügung stehen dabei jede Menge verschiedener Methoden. Alleine Wikipedia listet 56 verschiedene Techniken auf.

Mit vielen Kreativtechniken habe ich selbst schon gearbeitet. Am überzeugendsten ist
dabei für mich im Texteralltag die Visuelle Synektik nach Mario Pricken. Aus meinen Erfahrungen heraus habe ich diese nun weiterentwickelt.

Meine neue Kreativitätstechnik nenne ich “Problemsynektik”. Es ist eine Zufallsanregung, die nicht nur kreative Ergebnisse liefert, sondern auch die Grundstimmung in der Gruppe positiv beeinflussen kann.



Wofür ist die Problemsynektik geeignet?

Nicht jede Kreativtechnik hilft bei jeder Fragestellung. Die neue Problemsynektik eignet sich aus meiner Sicht ideal für folgende Aufgaben:

  • Jede Art von werblichen Keyvisuals, z.B. für Kampagnen, Plakate, Anzeigen, Online-Banner, Messen etc.
  • Videos und Filme, vom (TV-)Spot bis zum Imagefilm
  • Funkspots
  • Vkf-Aktionen
  • Messe-Aktionen am Stand sowie rund um den Stand
  • Produktverbesserungen
  • Produktentwicklungen und Innovationen


Wie läuft die Problemsynektik ab?

  1. Lösungen für ein abstruses Problem finden
  2. Lösungen einzeln notieren
  3. Ausgewählten Lösungsansatz mit eigentlichem Problem verknüpfen


Wieviel Zeit benötigt man für die Problemsynektik?

Für einen Durchlauf sollte man etwa 60-90 Minuten einplanen. Geübte Gruppen schaffen in dieser Zeit aber auch drei bis vier Runden. So lässt sich die Problemsynektik auch als Blitztechnik spontan in Teammeetings einsetzen, bzw. einfach mal kurz eine Handvoll Leute zusammenrufen, die auf die Schnelle neue Ansätze liefern.


Der Ablauf im Detail

Nachdem die Gruppe zusammengekommen ist, löst man sich zuerst einmal völlig von der gestellten Aufgabe. Man wählt ein allgemeines, möglichst abstruses Problem, dass nichts mit der eigentlichen Fragestellung zu tun hat.

Hier ein paar Beispiele:

  • Wie bringt man einer Ameise Englisch bei?
  • Wie macht man aus einem Auto ein Lichtschwert?
  • Wie kriegt man Bettwanzen dazu, ein Parlament zu wählen?
  • Wie bringe ich ein Fahrrad zum Lachen?
  • Wir bringe ich einen Wattwurm zum Kotzen?
  • Wie bringt man den Osterhasen und den Nikolaus dazu, am gleichen Tag die Geschenke zu bringen?

Natürlich kann man auch sein eigenes Problem entwickeln. Oder die Gruppe damit aufwärmen, ein möglichst schräges Problem zu nennen, das dann angegangen wird. Damit würde eine möglichst normbrechende Art zu denken belohnt, was entsprechend zur kreativen Grundstimmung beiträgt.

Beispiel: “Wie bringe ich ein Fahrrad zum Lachen?”

Der Spaß im Vordergrund
Zum gewählten Problem sammelt man nun in einem Brainstorming Ideen und Lösungen, z.B. stichwortartig an einem Flipchart. Die Ideen dürfen gern lustig, albern, schräg und völlig unrealistisch sein. Der Spaß steht hierbei im Vordergrund. Es geht nicht darum, die Frage tatsächlich abschließend zu beantworten. Sondern sein Gehirn und die ganze Gruppe auf neue Pfade zu führen, auf denen selbst die augenscheinlich dämlichsten Ideen gedacht und die hirnrissigsten Vorschläge gemacht werden dürfen.

Bei der Problemsynektik steht der Spaß im Vordergrund

Beispiel: Ideen zu “Wie bringe ich ein Fahrrad zum Lachen?” könnten sein

  • Eine Lachschule für Fahrräder
  • Fahrräder in Form eines Smileys bauen
  • Reifenprofil so gestalten, dass es beim Fahren klingt wie Lachen
  • Indem ich ihm Witze über Autos vorlese

Nachdem etwa 10 bis 15 Ideen gesammelt sind, wird die erste Phase beendet. Nun wählt man willkürlich eine der genannten Lösungen. Zum Beispiel, indem man irgendeine Person anruft, dieser die Gesamtzahl der Lösungen nennt und sie bittet, eine Zahl zu nennen.

Dank Force-Fit zu völlig neuen Ansätzen
Die genannte Idee ist jetzt die Grundlage zur Lösung des eigentlichen Problems/der ursprünglich gestellten Aufgabe. Man nimmt ein neues Flipchart und schreibt folgende Frage darauf: “Wie hilft uns [Lösung aus Problemsynektik] bei [ursprüngliches Problem]?”

Beispiel: “Wie hilft uns eine Lachschule für Fahrräder bei der Steigerung der Verkaufszahlen von Bohrmaschinen?”

Zu dieser Fragestellung geht es wieder in ein Brainstorming. Angeregt durch die erste Runde in der Problemsynektik sollte nun die Gruppe in der Lage sein, locker und mit Spaß, Lösungen zu finden, auf die sie vielleicht sonst nicht gekommen wäre.

Beispiel für mögliche Ideen:

  • Eine Akademie mit zertifizierten Schulungen fürs richtige Bohren einrichten
  • Eine “Bohrlehrer-App”: Man fotografiert die Wand bzw. das zu bohrende Material und erhält Tipps, wie es richtig geht
  • Für den Online-Shop ein Online-Berater, der einen zur richtigen Bohrmaschine führt
  • Spezielle Verkaufsschulung für Berater in Baumärkten
  • Eine prominente Person als “Oberbohrlehrer” im TV-Spot einsetzen
  • Eine “sprechende” Bohrmaschine


Die Vorteile der Kreativtechnik “Problemsynektik” auf einen Blick

  • Wir lösen ein Problem nur zum Spaß. Und wecken so den Spieltrieb bzw. aktivieren die kreative Art zu denken. Was dann dabei hilft, auf ungewöhnlichere Ideen für das eigentliche Problem zu kommen.
  • Erleichtert kreativ zu sein und zu spinnen. Da das Problem schon “irrsinnig” ist und damit nahe liegende Lösungen gar nicht erst möglich sind.
  • Entspannt. Da es klar ist, dass keine “echten”, messbaren, real umsetzbaren Lösungen erwartet werden bzw. möglich sind.
  • Demokratisiert die Gruppe. Da jeder ungeachtet der Bildung, Erfahrung oder Position etwas beitragen kann.
  • Hebt die Stimmung. Da mitunter so schräge Vorschläge kommen, dass man lachen muss.

Ich bin gespannt, wie meine Problemsynektik als Kreativtechnik bei Dir ankommt. Es würde mich riesig freuen, wenn Du sie selbst einmal nutzt und mir von Deinen Erfahrungen berichtest. Entweder hier als Kommentar oder gerne auch per E-Mail: info@kreativbegeistert.de

Bildquellen:
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Group of business executives in a meeting created by Peoplecreations – Freepik.com

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