Unterwegs zu mehr Kreativität

VonStephan

Unterwegs zu mehr Kreativität

Wie Reisen das kreative Denken fördern kann.

In der Fremde stellen wir oft fest, dass es auch andere Wege gibt, Dinge zu tun. Auslandserfahrungen gehören deshalb zu den wirksamsten Mitteln in Sachen Kreativitätsförderung.

Was alles anders laufen kann, als zu Hause, habe ich im Ausland schon mehrfach selbst erlebt. Die prägendste Zeit war dabei mit Sicherheit mein Praxissemester in Finnland. Einer der irritierendsten Unterschiede war zum Beispiel, dass die Schlüssel in Türen – und die Schließmechanismen in Toiletten! – anders herum gedreht werden als bei uns.

Viele andere Studenten aus dem Ausland hatten die gleiche Erfahrung gemacht wie ich: Der kurze Moment der Überraschung, dass sich die Toilettentür nicht mehr öffnen lies. Eine weitere Sache, die in Finnland im Alltag anders läuft: Auch in Bäckereien oder an der Wursttheke im Supermarkt werden Nummern gezogen. Wie bei uns bei Behörden.

Untersuchungen belegen, dass solche Erfahrungen mit einer anderen Kultur das kreative Denken nachhaltig positiv beeinflussen.

Kreativität lebt vom Andersdenken

Das gilt auch im Kleinen. Wer sich mit Menschen umgibt, die anders denken als man selbst, kann seine eigene Kreativität steigern.

Es scheint, dass es hilft, seine eingefahrenen Gedanken und Schemata auch mal herauszufordern. Zum Beispiel durch Menschen, die einem widersprechen. Die Dinge anders sehen, als wir selbst. Und dadurch unsere Welt erweitern.

Anders denkende Menschen bringen quasi frischen Wind hinein. Es kann also helfen, einfach mal Personen von außen in eine Kreativsession mit hineinzunehmen.

Quellen
+ Maddux, William W./Galinsky, Adam D.: Cultural borders and mental barriers: the relationship between living abroad and creativity, 2009
+ Leung, Angela K. et al: Multicultural Experience Enhances Creativity, 2008
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